RadwegeEin ganz normaler Tag auf der A 23, der Wiener Südosttangente, kein Unfall, trotzdem Stau von Hirschstetten bis etwa zur Abfahrt Gürtel (ca. 10 km)! Diese Situation ist durch die Verschiebung des Lückenschlusses der S 1 von Schwechat nach Süssenbrunn (inkl. Lobau- und Donauquerung) um Jahre prolongiert.

Dafür hat die grüne Spaßgesellschaft Mitte September für Stau gesorgt, indem man 20 Meter neben der Fußgänger- und Radfahrerbrücke die Nordbrücke blockiert hat, sicher lustig für die von einem langen Arbeitstag Heimkehrenden!

Besonders stolz war man auch über die Aktion „Rasen am Ring“ am 22.9.2011! Liegestühle und Gartengriller am ausgelegten Rollrasen (der hoffentlich nicht aus Steuergeldern finanziert wurde). Dass es Leute gibt, die um diese Zeit arbeiten müssen, interessiert die grüne Spaßgesellschaft wenig! Sollen die doch auf‘s Radl umsteigen! Geschäfte beliefern? Musterkoffer? Die Fahrt mit Gepäck zum Bahnhof? Gehbehinderte zur Behandlung? Alles uninteressant! Die dortigen Campingfreunde haben Zeit, müssen sich nicht um Arbeit, Wirtschaft und Steuerzahlen kümmern, sie wollen ihren Spaß!

Und nach Ansicht der Grünen (und stillschweigend auch ihres Koalitionspartners) fahren ja alle nur aus Spaß mit dem Auto, haben sonst keinerlei Gründe, und könnten problemlos aufs Fahrrad umsteigen.

Lieber Leser, können Sie sich vorstellen, dass in den Fahrzeugen, die Sie in den Bildern sehen, auch nur einer zum Autoschlüssel gegriffen hat, und sich gesagt hat, „Jö, heute ist Stau, heute fahr ich über die Tangente“?

Erwarten die Grünen, dass die LKWs aus Tschechien, Polen, usw. den Umweg über Tulln, Traismauer, St. Pölten und die Außenringautobahn nehmen, nur um die A 23 zu umfahren?

Ist es ein Teilbereich des zum Erbrechen eingesetzten Begriffes „Gerechtigkeit“, wenn die Steuer- und Mautgelder der Autofahrer für deren größtmögliche Behinderung eingesetzt werden?

Der Straßenbau in Wien besteht hauptsächlich darin, Straßen zu verschmälern, die Anzahl der Parkplätze durch riesige Baumscheiben (die dann zu Hundeklos mutieren) zu reduzieren.

Zum Beispiel reserviert London praktisch bei jeder Kreuzung die letzten Meter als Parkplatz für 2-Räder (ja, auch motorisierte), damit wird die Kreuzung einsehbarer und sicherer für alle Verkehrsteilnehmer. Das ist eine intelligente Lösung!

Warum öffnet man Busspuren nur für  Radfahrer, aber nicht für motorisierte 2-Räder?

Gerne nehmen sich unsere Radl-Fans Amsterdam als Vorbild. Vergleichen Sie einmal die Topographie von Wien und Amsterdam. Amsterdam hat über das Stadtgebiet verteilt Höhenunterschiede von rund 3 Metern, Wien von rund 90 Metern. Man sollte einmal akzeptieren, dass die Wiener Bevölkerung nicht nur aus durchtrainierten Sportlern besteht, sondern hier auch Leute wohnen, die konditionell nicht in der Lage sind, ohne Erschöpfung mit dem Fahrrad herumzukurven. Wir sollten diese Bevormundung durch Rot/Grün nicht mehr hinnehmen!

Setzen wir uns zur Wehr.

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