TraditionHat das Volk noch ausreichend Kraft, um den politischen und gesellschaftlichen Karren aus dem buchstäblichen Dreck zu ziehen?

Die Parteien in Österreich, aber wohl in ganz EU-Europa, haben sich von ihrer Massenbasis in der bürgerlichen Gesellschaft, man kann auch sagen vom Volk, emanzipiert und produzieren in einem neuen elitären Gefüge mit Medien und Lobbys jene Verwerfungen in Politik, Wirtschaft und Kultur, auf welche der einstmalige Souverän, das Volk, mittlerweile nur noch mit Wut zu reagieren vermag.

Inhaltlich sind da zu nennen, die Beschlüsse von gigantischen Beträgen zur Rettung der unrettbaren Finanzwirtschaft, die nachhaltigen Anstrengungen zur Multikulturalisierung, die freiheitsfeindlichen Antidiskriminierungsgesetze, die Umsetzung des unsäglichen Gender Mainstreaming, die auf die Sexualisierung der Gesellschaft folgende Homosexualisierung, die Zersetzung der Wehrfähigkeit, die Zumutung der Klimareligion, die Verstaatlichung der Familie und vieles andere mehr könnte man anführen. Wir werden bis zur Selbstabschaffung systematisch verstrickt in eine Matrix der tausend Zumutungen, vielleicht auch der tausend Lügen. Die Nation, das gewöhnliche Volk ist konfrontiert mit einem neuen Totalitarismus, organisiert durch eine Revolution von „Oben“. Nach dem Willen unserer Machthaber soll offenbar in unserer durch Herkunft und Traditionen geprägten Kultur kein Stein auf dem anderen bleiben. Das System bekämpft das Volk!

Parasitäre Symbiose zwischen Medien und Politik

Was ist geschehen? Es ist sehr auffällig, dass in den letzten Jahren so gut wie gar nicht mehr von der Geldnot der Parteien die Rede ist. Gleichzeitig ist aber unbestreitbar, dass die Finanzierung der Parteien durch die Basis dramatisch abgenommen hat. Die Erklärung ist aber ganz einfach, die Finanzierung der Parteien durch Steuergelder über die verschiedensten Kanäle hat enorm zugenommen. Gedeckt wurde das ganze durch die Medien, die ihrerseits wegen Kundenschwund immer mehr auf den Steuerzahler und so auf die parasitäre Symbiose mit der Politik angewiesen sind. Bevor auf Kosten von Otto Normalverbraucher die Banken gerettet wurden, wurden zu seinen Lasten die Parteien und die Medien gerettet. Das Parteien- und Medienkartell hat sich von der Basis, auf Kosten der Basis und gegen die Basis emanzipiert und ist damit aber gleichzeitig in eine ganz andere Abhängigkeit geraten.

Oberste und erste Macht im Staat, also über der zweiten Macht, den Medien und der dritten Macht, dem Parteienstaat stehend, und diese lückenlos kontrollierend, ist der sogenannte Lobbyismus der seine Aufträge in den Zentralen der Finanzwirtschaft, der Konzerne der diversen freiwilligen und erzwungenen Interessensvertretungen, aber auch von vielen NGO‘s erhält und diese über die gleichgeschalteten Medienkanäle und über das Marionettentheater der Politik durchsetzt. Das Erstaunliche ist, es geht diesen Akteuren im Hintergrund ganz und gar nicht ausschließlich um wirtschaftliche Macht, es geht ihnen mindestens ebenso stark auch um die Transformation der Kultur, ja selbst der Religion. Vor Wahlen neigt sich das System ein wenig dem Wahlvolk zu, um dessen aufgestauter Wut entgegenzutreten, aber nur, um danach den Destruktionskurs in verschärfter Gangart fortzusetzen.

Den Karren aus dem Dreck ziehen

Dazu kommt, dass gerade das Personal in Politik, Medien und Lobbyismus sich immer mehr aus dem Strukturschutt der in Zerstörung begriffenen Gesellschaft rekrutiert und so die Reformierbarkeit des Ganzen immer aussichtsloser wird. Jeder Versuch, die substantiellen Probleme anzusprechen, scheitert an der hoffnungslosen Überforderung der Systemkarrieristen der Nomenklatura. Da formale Voraussetzungen in Politik, Medien und Lobbysystem mittlerweile eher hinderlich als förderlich sind, werden hauptsächlich Typen begünstigt, deren dominante Fähigkeit darin besteht, die Kabale gegen das Volk zu vernetzen und das dazu erforderliche Fundraising zu organisieren.

Für die Zukunft wird alles daran liegen, ob noch genug Kräfte vorhanden sind, den Karren buchstäblich aus dem Dreck zu ziehen. Die Lage gibt zu Hoffnung Anlass, weil zwar die Menschen auf der Ebene des kurzfristigen Eigennutzes noch mit dem System kollaborieren, aber es gleichzeitig immer mehr Bürgern zum Bewusstsein kommt, dass sie ihre Zukunft darauf nicht bauen können. Ohne innere Zustimmung, ohne Legitimität zerfällt aber jede Ordnung.

Das Volk wurde vom System erfolgreich deklassiert, aber um den Preis, dass das System nun wohl unweigerlich implodiert.

 

ohneland (red)

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