Wir retten die ganze Welt, die Umwelt und die Natur. Ein kritischer Blick hinter die Systematik der nahzu schon allmächtigen Rettungsgesellschaft und deren Spenden- und Subventionsmaximierung.

Während ein Teil unserer europäischen Politiker mit hektischem Gehabe versucht, den Euro, die EU und das Friedensprojekt vor dem Scheitern zu retten und dabei zu immer radikaleren Maßnahmen greift, um überhaupt noch Wirkung zu erzielen, sind andere Politiker emsig damit beschäftigt die Natur, das Klima oder gar die Welt zu retten. Dabei werden sie von einer Vielzahl von unterschiedlichen Organisationen medienwirksam unterstützt und geben uns einfachen Bürgern jeden Tag aufs Neue das Gefühl, wir stünden am Rande einer Katastrophe. Durch medialen Dauerbeschuss werden wir in einem ständigen Angstzustand gehalten. Da ich weder Biologie, Zoologie, noch Physik oder sonst irgendeine Naturwissenschaft studiert habe, fehlt mir also die Wissensgrundlage um diese sehr komplexen Themen inhaltlich zu verstehen. Aber als ein durch Naturschutzeinschränkungen betroffener Grundbesitzer, musste ich mich zwangsläufig mit solchen Inhalten beschäftigen.

Lärche auf Kärntner Alm

Fakten oder Rethorik?

Dabei bin ich vor Jahren auf ein sehr interessantes Buch gestoßen, dessen Grundaussage darin besteht, dass man bei Naturschutzthemen keiner Darstellung Glauben schenken darf, wenn sie nicht durch nachvollziehbare Zahlen untermauert ist und die Quellenangaben jeder Information nicht durch Fußnoten versehen sind. Das Buch heißt „Apokalypse No!“ und wurde von Björn Lomborg, einem Professor für Statistik, geschrieben. In unzähligen Beispielen lässt er seine Studenten statistisch eruieren, was Fakt und was nur Rhetorik ist und gibt damit dem Leser ein sehr brauchbares Hilfswerkzeug zur besseren Beurteilung von richtig und falsch zur Hand. Durch diese Beurteilungsmethode geleitet, habe ich viele Fachbücher gelesen, die mir mehr und mehr die Augen geöffnet, aber vor allem meine dringlichsten Fragen beantwortet haben: Warum muss zum Beispiel in einem Nationalpark die Natur vor den Zugriffen der Grundeigentümer geschützt werden? Wer sind die Naturschützer und was genau wollen sie schützen? Wer diese Fragen auf unsere Natur-, Klima- und Weltrettungsthemen umlegt und noch durch einige allgemeinen Fragen ergänzt, wird feststellen, dass diese Schutz und Rettungsthemen überall nach den gleichen Regeln ablaufen. Was ist wovor zu retten? Wie ist der Zustand des Rettungsgegenstandes jetzt, und in welchen Zustand wollen wir ihn retten? Wer rettet und vor welchen Übeltätern soll gerettet werden? Da ich mir nicht anmaßen möchte, über eine Weltrettung zu urteilen, konzentriere ich mich auf die Natur- und Klimarettung. Die Retter wollen also den derzeitigen Zustand konservieren. Diese Geisteshaltung entstammt einer romantisierenden Einstellung der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts, als Ernst Haeckel vom Haushalt der Natur lehrte und dabei den Grundsatz des Gleichgewichtes in der Natur prägte.

Ein Gleichgewicht gab es nie

Das ist natürlich Unsinn! Es gibt kein Gleichgewicht in der Natur, im Klima oder gar im Universum. Das Ganze lebt von ständigen Ungleichgewichten! Klimawandel gab es immer, auch ohne Zutun der Menschen und wird es geben, solange die Erde besteht. Wovor wollen also die selbsternannten Retter das Klima retten und wohin wollen sie es retten? Ist der Zustand des Klimas (das es als „ein Klima“ gar nicht gibt) zurzeit so unerträglich, dass es gerettet werden muss, oder könnte es nicht doch ein bisschen wärmer werden, wie es im Klimaoptimum im Mittelalter bereits war? Oder soll das Klima wieder in eine kleine Eiszeit gerettet werden, so wie im 16. und 17. Jahrhundert, als die Menschen auf Wanderschaft gingen, weil in den Alpen durch Gletscherbildungen die Nahrungsgrundlagen verloren gingen? Wer sind denn die Retter, und warum bezeichnen sie sich als Retter? Der Begriff hat etwas heroisches und bessermachendes an sich. Das Wort Retter ist stark positiv besetzt. Wer sich in die Position des Retters setzt, macht alle anderen alternativlos würde man heute sagen. Will man kein schlechter Mensch sein, dann muss man beim Retten natürlich dabei sein.

Die Retter wollen unser Geld

Die selbsternannten Natur- und Klimaretter sind Mitglieder von Non-Government-Organisations, deren Geschäftsmodel aus Spenden- und Subventionsmaximierung besteht. Weil mittlerweile alle mitretten wollen, sind in dieser Allianz viele Politiker, Konzerne und Medien vertreten, die alle nur ein Ziel haben: Unser Geld! Und wer sind die Übeltäter, vor denen gerettet werden soll? Das sind wir, wir Menschen! Die Retter sind also gegen uns Menschen, wollen aber unser Geld! Dafür gibt es nur eine Bezeichnung aus der Naturwissenschaft: Parasiten! Und weil in dieser aufdringlichen Rettungsbewegung niemand hinten anstehen will, ist die rettende Medienorgel manchmal so laut, dass man wirklich das Gefühl bekommt, die retten schon die ganze Welt!

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