Afrika Satellitenaufnahme NASADie Einwohner West- und des nichtkommunistischen Mitteleuropa sind seit dem 2.Weltkrieg keinem direkten Krieg mehr ausgesetzt gewesen. Sie genießen den Frieden und eine beispiellose Wohlstandssteigerung beruhend auf technischem Fortschritt und Organisation.

Parallel dazu wurden die traditionellen Gesellschaftsstrukturen permanent verändert.

Diese Veränderung kulminiert in teilweiser Umkehrung der tradierten Verhaltensweisen, besonders was die natürlichen Aufgaben von Mann und Frau betrifft und führt neben anderen Ursachen zu einer historisch dramatischen Gesellschaftsschrumpfung durch fehlende Nachkommen. Gleichzeitig versucht die herrschende Politklasse diesen Bevölkerungsschwund, der Wirtschaft, Pensionen und Strukturerhaltung gefährdet, durch weitgehend ungezielte Zuwanderung, teilweise aus Osteuropa, aber in immer stärkerem Ausmaß aus Schwellen- und Entwicklungsländern zu kompensieren.

Das ist die Situation, die nicht nur von den seit Jahrzehnten an der Macht befindlichen Systemparteien europaweit unterstützt wird, sondern auch von breiten Kreisen der gehobenen Mittelschicht, die Europa im Sinn der Beethovschen Ode an die Freude als sich umarmenden, verschmelzenden und alle Völker vereinigenden, schier endlos reichen Organismus sieht. Ein oberflächlich gesehen ja sehr schöner Gedanke.

Machen wir einen Sprung in „die“ Entwicklungsländer. Da diese weltweit sehr heterogen sind, beschränken wir unsere Betrachtungen vorerst auf Afrika südlich der Sahara, Länder welche in geballter Form der weltweiten Entwicklung nachhinken. Es scheint wenig Zweifel zu bestehen an den Forschungen, die die Wiege der Menschheit in Ost- bzw. Südafrika sehen. Wir stammen alle von dort ab und haben uns bloß in unterschiedlichen Phänotypen über den Erdball verstreut ausgebreitet. Einige interessante Artikel zum Beispiel aus der Zeitschrift „Der Spiegel“ haben mich über das Faktum informiert, dass Afrikaner im Durchschnitt über eine viel größere Genvielfalt als Europäer oder etwa Japaner verfügen.

Nun weiß jeder, dass Europa im Vergleich zu Afrika „reich“ ist, große kulturelle und technische Leistungen vollbracht hat, während Afrika südlich der Sahara bitterarm vor sich hindarbt und es aus eigener Kraft entwicklungsmäßig so im Durchschnitt gerade einmal bis zur Eisenzeit gebracht hat. Und das auch in Landstrichen, die von fruchtbaren Böden, reichlich Regenfällen bzw. Grundwasser und Vorkommen von Bodenschätzen nur so strotzen.

Warum ist das so? Auch die Menschen in Afrika, diejenigen von denen wir abstammen, die auch tausende Jahre Zeit für die Entwicklung gehabt hatten und es kaum bis zum Pferd brachten, aber alle Talente in sich mitführen, warum entwickelten sie sich nicht, aber weltweit die meisten anderen schon? Wer solche Fragen aufwirft, wird heute sofort von politisch correcten TugendwächterInnen unter Beobachtung genommen, abgekanzelt oder im besten Fall mit Erklärungen abgespeist, welch unendliche Schuld der Westen durch Sklaverei, Kolonialisierung, wirtschaftliche Ausbeutung und willkürliche Grenzziehung auf sich geladen hätte und wie heute noch die internationalen Konzerne die Leute enteignen, Schandlöhne zahlen, die Böden „auslaugen“, die Umwelt verschmutzen und die Afrikaner korrumpieren. Hmm. Mag ja in Einzelfällen stimmen, aber was war die zig-tausende Jahre davor? Warum machen das die Afrikaner nicht mit uns? Sie hatten ja Zeit genug, etwas weiterzubringen, während sich unsere Vorfahren auf langen entbehrungsreichen Reisen verschlissen und letztlich in kargen, kalten Ländern landeten.

Führen wir uns einmal die übliche politisch nicht ganz uncorrecte Erklärung vor Augen: Wo einem die Bananen ins Maul wachsen und man jeden Tag jagen kann, ist kein großer Anreiz für technisch-organisatorische Weiterentwicklung gegeben. Schuld der Umwelt also. Aufatmen dürfen die correcten TugendwächterInnen jedoch nicht, fataler weise kommen doch noch die Gene ins Spiel: Woher mag die Einengung der Genvielfalt in Europa gegenüber Afrika gekommen sein? Hat durch die Anforderungen der tausende Jahre dauernden Wanderungen eine natürliche Selektion der tüchtigsten Sippen und Individuen eingesetzt, die dieses Faktum ausreichend erklärt? Wurde diese Selektion im Norden durch das raue Klima fortgesetzt, das zum Überleben Planung, Organisation, Vorratswirtschaft erfordert?

Schon sagt der TugendwächterIn: „Halt‘s Maul, es macht keinen Sinn, andere runter zumachen, selbst wenn‘s stimmt, ändern kannst Du’s nicht, aber die Betroffenen kränkt es sicher.“ Da hat er nicht unrecht, der weise Herr. Leider ist im folgenden Zusammenhang es trotzdem notwendig diese Dinge anzusprechen denn tabu-hafte Unterdrückung der Wahrheit führt langfristig zu falschen Entscheidungen. Und das ganz besonders im Zusammenhang mit Europa.

Aber werfen wir ein Auge auf die heutigen Probleme Afrikas. Daran soll der Westen wie oben angeführt schuld sein. Ja, wird Teil der Problematik sein. Wer sich jedoch länger und intensiver in Afrika aufhält, dem wird bald ein besonders vertrackter Zusammenhang klar. So zynisch es klingt, aber Hauptverursacher der Probleme sind höchst humane Errungenschaften: Relativ billige Massenimpfungen, Medikamente gegen die Hauptkrankheiten und verbesserte Hygiene lassen trotz HIV die Bevölkerungen explodieren. Wie bitte? Menschlichkeit soll schlecht sein?

Darum geht es nicht. Es geht in dem Zusammenhang nicht um schlecht oder gut. Es geht um die Ursachenfindung und nicht um blindes Nachplappern von ideologisch geprägten Slogans. Wir hatten auch unsere Bevölkerungsexplosion in Europa basierend auf oben genannten Faktoren. Aber dies passierte im Zug der industriellen Revolution, die Arbeitsplätze, intensive Landwirtschaft und industrielle Massenproduktion hervorbrachte. Diese industrielle Revolution fehlt in Afrika und anderen Entwicklungsländern weitgehend, bzw. kann sie mit der Bevölkerungsentwicklung nicht mithalten. Die notwendigen Strukturen wachsen nicht ausreichend schnell mit.

Sehen wir uns doch einmal Länder mit unterschiedlichen Entwicklungen an: Äthiopien wurde nie kolonialisiert und gehört doch zu den ärmsten und wenigst entwickelten Ländern Afrikas. Kenya war relativ lange britisch dominiert und unterlag der teilweisen Bevorzugung eines Stammes, der Kikuyus, durch die Engländer. Nach der Unabhängigkeit herrschte eine Mischung von Kapitalismus und Stammespolitik. Der Nachbar Tansania, der durch das sozialistische Paradies beglückt wurde und Stammeskonflikte durch Zwangsumsiedlungen entschärfte, fiel entwicklungsmäßig relativ weit hinter Kenia zurück, obwohl auf großen natürlichen Reichtümern sitzend. Südafrika, nachdem es die Burenherrschaft losgeworden war, verlor nach anfänglich versöhnlicher Politik des bemühten Nelson Mandela sukzessive an seiner Stellung als Schwellenland und nähert sich mit wachsender Geschwindigkeit dem Niveau des Entwicklungslands Nigeria an.

Ein gutes Beispiel aus Asien, um über den Tellerrand Afrikas kurz hervorzublicken, ist Afghanistan: Niemals kolonisiert kann es den Standard des lange Jahre kolonisierten Pakistan nicht erreichen. Gut, es ist ein wildes Bergland wie Äthiopien, mit natürlichen Nachteilen. Natürliche Nachteile wie in kargen Ländern ähnlich der Schweiz oder Japan. Natürliche Nachteile wie die Hochkultur der Inkas in Peru und Bolivien hatte, vor hunderten von Jahren. Ärgerlich für den politisch correcten TugendwächterIn, dass es mit dem Beweis, dass Kolonialisierung an allem schuld sei, nun doch plötzlich hapert.

Es liegt mir fern, kolonialistische Verbrechen von Portugiesen, Spaniern, Holländern, Engländern, Franzosen, Russen, Belgiern, Deutschen oder Italienern auch nur irgendwie zu entschuldigen. Es ist auch irrelevant, denn dies geschah durch frühere Generationen. Nicht irrelevant für heutige Problemlösungsversuche ist es jedoch, wahre Ursachen der Misere zu identifizieren.

Geradezu unappetitlich wird ein politisch uncorrecter Blick auf die historische Entwicklung des amerikanischen Doppelkontinents: Während die katholischen Iberer sich in ihrer Unterdrückungsherrschaft letztlich massiv mit den Eingeborenen vermischten, rotteten die puritanischen Engländer diese langfristig und beharrlich fast vollständig aus. So fiel Lateinamerika wegen seiner Kombination aus Feudalherrschaft und wenig gebildeten Mischlings- und Indianermassen kontinuierlich gegenüber dem herrenmenschlichen Nordamerika zurück, das, weiß geblieben, und von europäischen Konventionen befreit, eine spektakuläre Entwicklung bis zur Supermacht Nummer Eins, der Mondlandung und Jeans- und Coca-Cola Beglücker der ganzen Welt durchmachte. Ironischerweise wurde die liberalste und humanste Verfassung der Weltgeschichte zur Unabhängigkeit der USA verkündet, als der Ausrottungsprozess der Indianer und totale Sklaverei noch für ziemlich lange im Gange waren. Die Macht dieser Nation ist auf einem riesigen Unrecht begründet, um es milde auszudrücken. Aber auch das ist durch frühere Generationen geschehen und nicht mehr rückgängig zu machen. Dem Zyniker bleibt nur über, zu sagen: „Gut, dass Amerika zur Wiedergutmachung wenigstens die Political Correctness erfunden hat.“

Zurück zu Afrika.

Archaische Strukturen, extensive Weidewirtschaft, Brandrodungshackbau, kleinstbäuerliche Strukturen, ohne über einfachste Naturheilkunde hinausgehende medizinische Errungenschaften, ein bisschen Bewässerungswirtschaft hier, eine untergegangene Kultur dort, hielten über Jahrtausende den Bevölkerungszuwachs äußerst gering. Der Kulturschock in Konfrontation mit den Europäern wurde bis heute nicht verdaut, konnte mangels Bildung und gesellschaftlichem Reifegrad der Gesellschaften nicht verdaut werden. Da die Strukturen nicht mit der durch medizinische Errungenschaften induzierten Bevölkerungsexplosion mithalten können, wurde die Entwicklungshilfe ins Leben gerufen. Bis zu 40% der Budgets von Entwicklungsländern wird durch Entwicklungshilfen getragen.

Dass ein Zuviel an Fürsorge und Hilfe kontraproduktiv wirkt, wird in schmerzlicher Weise heute sogar schon einzelnen Vertretern des überbordenden Sozialstaats in Europa langsam bewusst. Abgesehen von Katastrophenhilfen sollte sich die Entwicklungshilfe daher heute primär auf 3 Ebenen beschränken:

1) Erziehung und Ausbildung, Ausbildung und Erziehung. Das ist die dominierende Nummer 1.

2) Hilfe zur Schaffung von Rechtssicherheit und Investitionssicherheit. Das ist die schwierige Nummer 2.

3) Gegebenenfalls und in gerütteltem Maß Start-up Unterstützung für Klein- und Mittelbetriebe als künftige Quelle von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen Das ist die mit Vorsicht zu geniessende Nummer 3.

Aus allem anderen sollte sich die Entwicklungshilfe tunlichst heraushalten. Hilfe zur Selbsthilfe ist das einzige langfristig erfolgreiche Mittel. Jeder Staat kann dann bezahlte oder freiwillige Berater ins Land holen und sich seine Strukturen selber aufbauen.

Wer gesehen hat, wie Organisationen wie z.B. USAID arbeiten, hat bald genug von Entwicklungshilfe der herkömmlichen Art: Ein großer Teil der Gelder geht in Verwaltung auf, ein großer für Berater, ein weiterer endet in einem schwarzen Loch und vielleicht in den Taschen lokaler Politiker, ein Rest geht meist indirekt an die wirklich Bedürftigen. Dasselbe kann auch bei NGO’s passieren. Gleichzeitig wird durch die Unmenge an Organisationen, die sich in Entwicklungsländern tummeln, eine völlig falsche und leistungsfeindliche Botschaft vermittelt. Wer gesehen hat, wie kleine Kinder bereits erzogen werden bei der fetten weißen Mama die Hand aufzuhalten und „gimme money, money, money“ zu singen, der weiß, dass viel zu viel hier schief läuft.

Viel wichtiger wäre, den Kindern beizubringen, dass Weiße nicht unbegrenzt melkbare Milchkühe sind, sondern Menschen, deren Gesellschaft es primär durch anstrengende Tugenden geschafft hat, in die Lage des Tischlein-deck-dich zu kommen: Durch Werte wie Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Genauigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Beharrlichkeit, Fairness, Unbestechlichkeit, Gemeinschaftssinn, kalkulierte Risikobereitschaft und langfristige Investitionsbereitschaft. Dies gepaart mit individuellem Freiheitsbewusstsein unterstützt durch die frühere faszinierende Vielfalt Europas.

So übertrieben es klingt, aber über 1000 Jahre der kontinuierlichen Entwicklung haben seit der Ritterzeit die Mentalität der Europäer intensiv beeinflusst und langsam, nach und nach die einzelnen Werte entstehen lassen. Noch im 17./18. Jahrhundert zum Beispiel waren westeuropäische Länder durch ausufernde Korruption verseucht. Dass wir heute den Eindruck gewinnen, wir wären wieder auf dem Weg dorthin, ist ein anderes Kapitel.

In Afrika südlich der Sahara sind die meisten der oben genannten Werte nur rudimentär vorhanden. Hier ist jeder sich und seiner Familie selbst der Nächste und zwar ohne das Minimum an Gemeinschaftssinn, ohne den sich eine Gesellschaft kaum weiterentwickeln kann. Das Wohlergehen übergeordneter Organisationen wie Firmen oder staatliche Institutionen bedeutet den meisten Afrikanern nichts. Die Korruption wuchert von unten nach ganz oben. Oder umgekehrt. Wer kann, bedient sich, nicht nur Politiker bzw. die Oberschicht, die so gerne als Alleinschuldiger ausgemacht wird. Nein, das Mentalitätsproblem, das der Schaffung von Strukturen für explodierende Bevölkerungen im Weg steht, zieht sich quer durch alle Schichten, in der Unterschicht millionenfach im Kleinen mit großen Auswirkungen im Gesamten, in der Oberschicht tausendfach im Großen mit großen Gesamtauswirkungen.

Das Ausbildungsniveau und die Motivation vieler Lehrer ist gering, viele Unterrichte vermitteln Nichtverstandenes, bloß Auswendiggelerntes. So wie ich einmal eine afrikanische Volksschülerin komplizierte DNS-Zusammenhänge holprig im Fernsehen zitieren sah. Dinge, die sie mit Sicherheit nicht verstehen konnte noch verstanden hatte. Aberglauben und Vorurteile beeinflussen Verhalten und Urteilskraft. Kurz, diese Völker werden mit den Errungenschaften einer Zivilisation beglückt, deren Funktionsmechanismen sie nicht verstehen noch verstehen können.

Europa dafür befindet sich im gesellschaftlichen Zerfall.

Der Mensch ist ein Produkt der Natur, handelt trotz aller übergestülpter Zivilisation nach natürlichen Grundsätzen, die da sind: Überleben des Stärkeren, Vermehrung, Wachstum. Stillstand, Erstarrung im Status quo kommt in der Natur langfristig kaum vor. Alles ist in Bewegung und Veränderung. Wo eine Population jedoch eine bestimmte gesunde Grenze und Dichte überschreitet, kommt es zu Problemen: Krankheiten, Mangel, Aggression bis hin zur weitgehenden Selbstvernichtung und/oder Verdrängung durch anderes Leben.

Europa steht vor seinem hochkulturellen Verfall. Der noch vor einigen Jahrzehnten belächelte „Untergang des Abendlandes“ findet heute bereits sehr leicht beweisbar überall statt: Mit dramatisch schrumpfenden Geburtenraten und einer starken Zuwanderung vorwiegend wenig gebildeter Immigranten und deren überproportionalen Geburtenrate demonstriert Europa seine Selbstauflösung. „Foul!“ schreit der TugendwächterIn, „Dafür gibt’s die rote Sarrazin! Keine Diskriminierung von Immigranten, Sie Rassist!“. Naja. Wer da wohl wen diskriminiert?

Bleiben wir sachlich, wie auch politisch uncorrect. Europa stirbt mit einer Geschwindigkeit von 30-40% pro Generation aus. Diese Bevölkerungsimplosion ist das Gegenteil der Bevölkerungsexplosion. Leider bekommt das der Normalbürger kaum mit, denn das Bild eines übervölkerten Europa bleibt uns noch lang erhalten, dank lange lebender und noch älter werdender Senioren und weitgehend assimilierter Immigranten aus Osteuropa. Dies gilt aber nur für die subjektive Betrachtung aus der Brille des sich nicht mit dem Problem Befassenden. Er sieht die Situation sozusagen im Zeitlupentempo, die historische Rasanz der Entwicklung wird nicht wahrgenommen.

Schön. Ich hab’s verstanden, TugendwächterIn.

Europa stirbt nicht aus. Die Bevölkerung wird nur durch eine andere ersetzt. Dies findet in diesem Jahrhundert statt und wir können ganz froh sein, dass manch eingeborenes spiessbürgerlich-kleinkariert-faschistoides Element verschwindet und durch mannigfaltig talentiertes, buntes-aufgeschlossen-humanes und endlich wirklich lebensfrohes und freundliches immigrantisches Talent ersetzt wird. Wir Österreicher, Deutsche, Europäer und unsere Kinder, so wir leichtsinnigerweise welche haben, sind die Augenzeugen. Die Menschheit umarmt sich im Sinn Beethovenscher brüderlicher Eintracht.

Wenn da nicht die eine quälende Frage wäre: Was ist daran so erstrebenswert, dass eine im Prinzip kulturell hochstehende Gesellschaft, die sich mit relativer Leichtigkeit selbst versorgen und weiterentwickeln kann, nun durch Menschen aus Schwellen- und Entwicklungsländern ersetzt wird, die noch dazu in einem beträchtlichen Ausmaß ins Sozialsystem der Wohlfahrtsstaaten einwandern? Auch bei sorgfältigster Beobachtung kann man nur relativ wenige leistungswillige Pioniere erkennen, wie sie über hunderte Jahre den Kern der Einwanderer in den USA gebildet haben. Im Fall Europas importiert sich eine saturierte überalterte Gesellschaft eine wenig gebildete, kulturell nicht passende Zukunftshoffnung, lehnt sich zurück und meint mit Antidiskriminierung und politisch correcter Realitätsverdrängung, alles richtig zu machen.

In der Geschichte haben häufig weiter entwickelte Kulturen andere verdrängt und abgelöst. Manchmal haben auch Barbarenvölker höherstehende Gesellschaften okkupiert, deren Kultur übernommen und weiter entwickelt. Durch die Völkerwanderung in Europa trat jedoch das Gegenteil ein. Dies, befürchte ich könnte sich heute wiederholen.

Als grundsätzlich lebensbejahender und optimistischer Mensch sehe ich nach so vielen Jahren ohne wesentliche weltweite Auseinandersetzung folgende Gefahren als realistisch an:

- Die Bevölkerungsexplosion in Schwellen- und Entwicklungsländern geht mehr oder weniger ungehemmt weiter und vor allem in denen, die mit dem notwendigen Strukturaufbau kaum nachkommen. Kämpfe um Ressourcen werden unausweichlich sein.

- Der Versuch, Bevölkerungsüberschüsse nach Europa oder andere westliche Länder zu entsorgen, muss scheitern. Nicht nur wegen der begrenzten Aufnahmewilligkeit der Länder, sondern auch wegen der zunehmenden Spannungen mit den sukzessive in die Minderheit abrutschenden autochthonen Bevölkerungen.

- Die schrankenlose Umverteilungspolitik europäischer Politiker führt viele Länder von der de-facto Pleite in Abhängigkeit und Inflation, die Sparguthaben aller Bürger radikal schrumpfen lässt.

- Die Kombination obiger Punkte macht Bürgerkriege und andere Auseinandersetzungen für die Generation unserer Kinder sehr wahrscheinlich.

- Parallel dazu ist der fundamentalistische Islamismus mit seinem religiösen Absolutheits- und Weltherrschaftsanspruch ein Pulverfass, bei dem nur noch die Lunte fehlt. Drohende Religionskriege im Europa des 21. Jahrhunderts? Unfassbarer Auswuchs einer verfehlten „Friedens- und Toleranzpolitik“!

- Die fortschreitende Proliferierung von Atomwaffen könnte leicht die Lunte sein, die das Fass entzündet.

- Last not least spitzt sich der Konkurrenzkampf zwischen den Supermächten USA und China zu.

Für China spricht die Zeit. Dass sich Europa durch seine Politik der Schwäche als möglicher ausgleichender Faktor selbst eliminiert, trägt nicht zur Stabilisierung bei.

Wer überzeugt ist, dass es so oder ähnlich kommen kann, dem bleibt noch die Frage: Was kann der Einzelne tun? Wenig und viel. Dem Megatrend kann man nicht entfliehen, wohl aber sein Scherflein dazu beitragen, daß die Auswirkungen gemildert oder teilweise ins Positive gewendet werden. Man kann damit beginnen, Selbstbedienungs- und Umverteilungsparteien oder Selbsthasseraposteln wie den Grünen seine Stimme zu entziehen und sie zu anderen Parteien, die zum eigenen Volk noch eine positive Einstellung haben, umverteilen. Von den großkoalitionären Verschwendern und ihrem um-jeden-Preis-an-der-Macht-Kleben will ich gar nicht reden, wohl aber von den österreichischen Grünen, die durch „Gackerl aufs Flaggerl“ ihren deutschen Kollegen mit „ich will, dass Frankreich bis zur Elbe reicht und dass Polen an Frankreich grenzt“ kaum nachstehen. Man muss ja sein Volk nicht uneingeschränkt vergöttern und soll es auch kritisieren, aber Selbstverachtung trägt pathogene Züge.

Für mich sehr auffällig und verwunderlich ist, warum die Deutschen, aber auch wir Österreicher so sehr Extremen verfallen. Von der elitären machistischen Herrenrasse zur pazifistischen Schwulen-Lesbenmania, vom Mutterkreuz für das xte Kind zur totalen Demontage der Familie, vom „normalen“ Nationalstolz zum Selbsthass. Vom Fremdvernichtungswahn zur Selbstvernichtungsschizophrenie. Traurig. Die 13 Jahre Schreckensherrschaft der Nazis mit folgender Gehirnwäsche durch die Sieger, gepaart mit tiefsten eigenen Schuldgefühlen haben eine Art Erbsünde für folgende Generationen aufgebaut. Andere Völker hätten auch Grund für tiefgehende Aufarbeitung ihrer Vergangenheit, sie gehen die Sache aber weitgehend ohne Schuldkomplex an, denn heutige Generationen sind nicht verantwortlich für die Verbrechen der Väter. Französische Soldatenstiefel haben über 200 Jahre europäische Felder zertrampelt, englische Kolonialisten den halben Erdball gewaltsam unterdrückt, Amerikaner die Ausrottung vieler Millionen Indianer auf dem Gewissen, von den endlosen millionenfachen Massenmorden des Kommunismus ganz zu schweigen.

Lassen wir das, sehen wir in die Zukunft und wechseln wir von objektiver Betrachtung zum Beziehen subjektiver Standpunkte, denn aus objektivierter Relativierung allein kann man keine neue Politik machen, so zum Beispiel:

- Sexuelle Befreiung, gut, Antibabypille schlecht

- Gleichberechtigung der Frau gut, Konkurrenzkampf mit dem Mann schlecht

- Abschaffung des Patriarchats gut, Zerstörung der Familie schlecht

- Abtreibung in medizinischen Notfällen und bei Verbrechensopfern gut, im Normalfall schlecht

- Demokratisch gewählte Volksvertreter gut, Machterhalt derselben durch Wählerbestechung schlecht

- Deficit spending bei schlechter Konjunktur gut, keine Defizitreduktion bei guter Konjunktur schlecht

- Umverteilung zugunsten wirklich Bedürftiger gut, Anzüchten von Sozialschmarotzern dank praller Grundsicherungsfüllhörner schlecht.

Und so weiter und so fort.

Besinnen wir uns auf eine Politik der Stärke und nicht der resignierenden Schwäche. Eine Politik der Stärke beginnt bei Akzeptanz der Naturgesetze unter Einbeziehung der Natur des Menschen. Eine Politik der Stärke nutzt die Naturgesetze und versucht nicht, den Menschen künstlich zum Idealtyp umzuerziehen. Eine Politik der Stärke schürt nicht den Konkurrenzkampf der Geschlechter, sondern bekennt sich zur natürlichen Ungleichheit bei gleichzeitiger Etablierung gleicher Rechte für alle und Suche der einenden Gemeinsamkeiten. Eine Politik der Stärke bekennt sich zur eigenen Geschichte und Identität, zum eigenen Volk bei gleichzeitiger Toleranz und Offenheit anderen gegenüber. Eine Politik der Stärke fordert das auch von den anderen. Eine Politik der Stärke setzt auf den eigenen, liebevoll aufgezogenen Nachwuchs und verzichtet weitgehend auf billige Arbeitskräfteimporte und fremde Söldner. Eine Politik der Stärke beruht auf Leistungs- und eigener Opferbereitschaft ohne ständigem Schreien nach Hilfeleistungen eines übergeordneten Verantwortlichen. Eine Politik der Stärke erfindet nicht ständig neue alimentierungsbedürftige Opfergruppen, sondern motiviert die Menschen, sich selbst zu helfen. Eine Politik der Stärke fürchtet sich nicht vor Meinungsfreiheit und meidet mediale Manipulationen. Eine Politik der Stärke fördert maximal mögliche individuelle Freiheit bei gleichzeitiger Einmahnung in einer Gesellschaft notwendiger individueller Pflichten. Eine Politik der Stärke lebt in Freude und mit Stolz ihr eigenes Leben und lässt die anderen leben.

 

simplicissimus

P.S.: Ich lebe in einer guten Beziehung mit einer Schwarzafrikanerin und bastle gerade an meinem Aufstieg zum Negerstammhäuptling. Und solange es keine Umerziehungslager für solch hoffnungslose Fälle wie mich gibt, kann ich den Politisch CorrectInnen nur empfehlen, sich zu wünschen, mein Stamm würde mich in den Kochtopf werfen. Ich sehe das ganz gelassen und nehme die Dinge halt so, wie sie sind.

 

Go to Top
Template by JoomlaShine