Mehr als 200 Presseleute besuchten die erste öffentliche Präsentation des Team Stronach – Neue Werte für Österreich.

Neben der Vorstellung seiner Person über einen gut gemachten Werbefilm waren seine Reden von Emotionalität getragen. Er betonte seine Wurzeln, die Liebe zur Heimat, seinen Antrieb, den er aus „Niemals wieder hungrig sein“ erhielt und aus der Sorge um Österreich. Er strich seine weltweite Wirtschaftskompetenz hervor.

Seine Vision ist ein starkes demokratisches Österreich mit einer - angesichts der Probleme in der Welt - starken europäischen Sicherheitsstruktur, so plädiert er für ein kleines, gut ausgestattetes und effizientes Berufsheer und einem freiwilligen Wehr- und Sozialdienst für die Jugendlichen mit einer Verpflichtung von ein bis zwei Jahren.

„Der Erfolg sei individuell am Glücklichsein zu messen, mit dem Zusatz Glücklichsein ist leichter mit genügend Geld.“

Seine Partei (Bewegung) soll für alle Bürger, keine reine Wirtschaftspartei, sein. Wirtschaft jedoch soll ein zentrales Thema sein, dominiert Wirtschaft jeden Einzelnen in der Gesellschaft, schafft Wirtschaft Arbeit und somit Wohlstand. Keine Superbürokratie, weder aus New York, aus Moskau, aus Peking oder aus Brüssel kann dies ersetzen.

Die Bewegung soll für Wahrheit, Transparenz und Fairness stehen. Zu diesen Werten gäbe es keine Kompromisse in seiner Bewegung, auch nicht im Parlament, in das er als Erster einziehen möchte. Er stecke sich immer hohe Ziele.

Er will an einer „Idealen Gesellschaft“ basierend auf den Prinzipien der Freiheit, der Selbstbestimmung, der Eigenverantwortung und Menschenrechte bauen. Wohl wissend einen Idealzustand nur anstreben zu können und stetig daran bauen zu müssen. Er sei weder radikal noch fanatisch. Er wolle die Menschen mitnehmen, nicht „mit der Motorsäge“ durch das Land ziehen.

Als wichtiges Ziel seiner politischen Arbeit plädiert er für ökonomische Freiheit. So soll es Beschäftigten möglich sein, nach 20 Jahren Arbeit einen Kapitalstock aufgebaut zu haben, der ihnen das Entscheidungsrecht zubilligt, wie sie ihr Leben weiterführen möchten. Wichtig ist dem Team Stronach, eine unabhängige Justiz zu gewährleisten, durch Überdenken des Weisungsrechts des Justizministers. Außerdem will er die Bildung in Wirtschaftsfragen in Schulen gesichert wissen und die Studien in gefragten Bereichen durch Befreiungen von Studiengebühren, die er befürwortet, fördern.

Österreich müsse am Schuldenabbau arbeiten durch Ausgabenreduzierung in der Verwaltung. Beginnen möchte er in der Verwaltung im Gesundheitsbereich, da 21 Sozialversicherungsträger in Österreich einfach zu viel seien. Konkurrenz im Gesundheitsbereich soll Kosten senkend und Qualität steigernd wirken.

Ein faires einfaches leicht verständliches Steuersystem soll entwickelt, Grauzonen und Schlupflöcher beseitigt werden. Nach 5 Jahren will er den Steuersatz auf 25 % „Fair Tax“ abgesenkt haben. Wieder investierte Gewinne, die Arbeitsplätze schaffen und sichern, sollen steuerfrei bleiben. Die Absetzbarkeit von Auslandsinvestitionen ist zu hinterfragen. Durch Steueranreize will er Unternehmertum und Schaffung von Arbeitsplätzen schaffen, nach dem Motto Kapital fließt zum niedrigsten Widerstand.

Mit Wahrheit, Transparenz und Fairness möchte das Team Stronach ein Musterland der Demokratie bauen, das der Welt als Vorbild dienen wird. Das Motto„In der Einfachheit liegt die Kunst.“, wird diesen Weg auf allen Ebenen begleiten.

Den Euro sieht er in der derzeitigen Konstellation als gescheitert an, er bezeichnet ihn in dieser Konstellation als Knechtschaft für Menschen, vor allem in den Krisenstaaten, doch die Krise wandert zum Kern.

Er plädiert für einen echten Marshallplan, eine Freigabe der Völker in die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, niemand habe das Recht eine bestimmte Mentalität den Menschen aufzudrängen, schon gar nicht Regierungsvertreter im Schlepptau der Banken und Profiteure, die Verluste aus Geschäften mit hohem Risiko und Fehlinvestitionen sozialisieren wollen.

Unverständlich für ihn ist, dass österreichische Politiker dem ESM zustimmten, der SPÖ, die sich als Partei der Arbeiter präsentiert, unterstellt er, den Verrat an diesen. Auch findet er es falsch, ein EU-Gemeinschaftsbudget aus nationalen Steuergeldern zu speisen. Merkel bezeichnet er als dumm oder von den Banken abhängig. Zu bedenken gibt ihm, dass Deutschland durch die massive Verschuldung deutlich geschwächt ist.

Eine Kompromisskultur wird er, die gegen seine Werte sind, nicht eingehen. Enttäuscht ist er von Österreichs Verantwortungsträgern, die versuchten, ihn schlecht zu machen. Er reagierte scharf, als er mit der Übernahme der SteyrDaimlerPuch, die er geschenkt bekommen haben soll, konfrontiert wurde, ihm wurde vorgeworfen, Abfertigungsrücklagen in die Schweiz verlagern zu wollen und keine 13.500 Arbeitsplätze geschaffen zu haben. Stronachs Stellungnahme dazu: Er habe 2 Milliarden Euro Schulden übernommen und die Arbeitsplätze gesichert und geschaffen.

Eine Randbemerkung meinerseits: Gerade jetzt sind die Steyr Werke von Dr. Streicher, die er durch ein Management-Buy-Out erworben hat, an eine chinesische Investorengruppe verkauft worden. Es gibt eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten 5 Jahre.

Bis April 2013 will er seine Bausteine zu dieser Idealen Gesellschaft in einem Parteiprogramm präsentieren, realisieren wird er dieses mit Hilfe eines Weisenrats aus Experten. Die Bevölkerung bekommt dieses Programm zur Entscheidung für die Wahl 2013 vorgelegt.

In Anbetracht der reichlichen Erfahrung in Verbindung mit gesundem Hausverstand des Herrn Stronach ist diese Bewegung eine Bereicherung für die österreichische Politlandschaft, auch wenn sie erst hauptsächlich von der starken Persönlichkeit des Herrn Stronach getragen wird. Wir sollten neugierig, auf sein Programm sein, für Spannung ist gesorgt.

 

Elisabeth Weiss

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