Manche Journalisten machen sich über die wachsende Zahl wütender Bürger lustig. Ich aber bin tief beeindruckt. Die Monate unbezahlter Arbeit, die Dutzende Menschen für die Erstellung dieser Zeitung aufgewendet haben, sind eines von vielen starken Zeichen: für die wachsende Unzufriedenheit mit Politik und Medien, für die Bereitschaft von Mitbürgern, sich selbst zu engagieren. Österreich ist es ihnen wert.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über eine ständig steigende Staatsverschuldung, die trotz eines wieder stärkeren Wirtschaftswachstums weiter zunimmt. Sie sehen, wie schlecht es Ländern wie Griechenland oder Portugal geht, wo die Regierungen lange auch nicht geglaubt haben, dass sie jemals die Rechnung für die lockere Hand beim Geldausgeben präsentiert bekommen.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über die Unfähigkeit der Politik, schwierige oder unangenehme Entscheidungen zu fällen. Sie sehen eine wachsende Notwendigkeit, durch eine Stärkung der direkten Demokratie – vor allem verbindliche Volksabstimmungen –, aber auch durch ein Mehrheitswahlrecht diesen Stillstand zu überwinden.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über den ständigen Ausbau des Sozial- und Wohlfahrtsstaates. Sie sehen, dass dieser nicht nur unfinanzierbar geworden ist, sondern dass seine verführerischen Annehmlichkeiten auch immer mehr Menschen von Leistung und jenen Anstrengungen weglocken, die alleine die Zukunft dieses Landes sichern können.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über eine völlig falsch laufende Immigrationspolitik. Sie sehen, dass durch diese nicht wie behauptet vor allem qualifizierte Arbeitskräfte ins Land kommen, sondern überdurchschnittlich viele, die vom üppigsten Sozialstaat der Welt angelockt werden.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über unser Schulsystem und seine Bedrohung durch die von vielen grünen und roten Politikern verlangte zwangsweise Gesamtschule für alle. Sie wissen, dass ein zwangsweises Zusammenführen aller Schüler mit solchen, die nicht leistungswillig sind oder die nicht einmal ordentlich deutsch können, das Niveau noch weiter verschlechtern wird – während sich nur wenige Eltern gute Privatschulen leisten können.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über das Pensionssystem. Sie wissen, dass es wie bei einem Pyramidenspiel zum großen Zusammenbruch führt, wenn ein alljährlich wachsender Teil der Pensionen nur noch durch Schulden auf die Zukunft finanziert werden kann.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über den Rückgang der Kinderzahlen. Sie sehen, dass am Ende dieses Jahrhunderts der Großteil der hier lebenden Menschen Zuwanderer aus völlig fremden Kulturen und deren Nachfahren sein werden.

Immer mehr Österreicher machen sich zu Recht große Sorgen über die hohen Steuern. Sie sehen, dass dadurch gerade die tüchtigsten Landsleute vertrieben werden, während Länder, Gemeinden und Bund ständig Milliarden an parteinahe Organisationen verschieben, während die von der Gewerkschaft ruinierte Bundesbahn historisch große Defizite macht, während Milliarden Subventionen an Unternehmen und Bauern fließen.

Immer mehr Österreicher sind zu Recht über den ORF empört, der nicht mehr objektiv, sondern nur noch mit schwerer parteipolitischer Schlagseite berichtet. Sie sehen zugleich die vielen Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften von Gemeinde, ÖBB und vielen Ministerien. Die Zeitungen werden dadurch – aus unseren Steuergeldern! – bestochen, damit sie freundlich über die Geldverteiler schreiben.

All dies macht viele Österreicher grenzenlos wütend. Sie sind immer weniger bereit, sich das alles weiter gefallen zu lassen. Sie wissen: Wer schweigt, wird mitschuldig.

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